Verkaufsoffener Sonntag

Verkaufsoffener Sonntag – oder wie ruiniere ich mir das Wochenende…

Der Sonntag war verkaufsoffen! Und das heißt für einen Shopping Guru wie mich natürlich ab in die Stadt. Gemütlich ohne Zeitstress von Laden zu Laden bummeln, zwischendurch mal einen Café oder gar ein kleines Gläschen Sekt in der Sonne schlürfen. In den verschiedenen Läden nach der neusten Mode stöbern und sogar das ein oder andere Schnäppchen machen… ungefähr so hatte ich mir das vorgestellt.

Da hatte ich den Plan allerdings ohne die tausenden Anderen kaufwütigen gemacht, die mit Kind und Kegel einen ausgedehnten Familienausflug in das ortsansässige Shopping-Center gemacht haben. Klar, parken direkt bei den Läden ist natürlich reizvoll, aber das Warten auf eine der winzigen Lücken im Parkhaus zerrt schon vor dem Shoppen an den Nerven.

Nun gut, ich bin ja hart im Nehmen, also hoch mit dem Dackel auf den Arm und weiter ging´s. Ich wollte ja auch nur einen schönen Loop-Schal (Loop Schal von Esprit) und eine passende Mütze dazu – zudem vielleicht noch ein paar braune Lederstiefel. Also ab in das Center und zielstrebig in den Schuhladen im 1. OG. Meine Zielstrebigkeit wurde jedoch durch diverse Kinderwägen mit quengelndem Shopping-Nachwuchs gebremst. Den kleinen war deutlich anzusehen, dass Sie auch lieber wo anders wären, als in diesem Chaos. Als ich es dann endlich an das passende Regal geschafft hatte, standen da ganze 2 Stiefel in der Farbe, die ich mir vorgestellt hatte. Da ich ja mit Größe 41/42 anscheinend sehr aus dem Raster falle, ist das Regal natürlich im Untergeschoss ganz hinten rechts, und die Auswahl auch sehr begrenzt.

Das war also nichts. Dann wenigstens der trendige Loop-Schal, den ich neulich im Internet gesehen hatte (– schwarz gestrickt und die passende Mütze dazu…der Schal war da, die Mütze natürlich nicht mehr. Nach einer kurzen Rückfrage bei einer der gestressten Verkäuferinnen, die Sonntags auch lieber was anderes machen würde, als zu arbeiten, wurde ich auf die andere Filiale in der Stadt verwiesen.

Nach rund einer Stunde fällt mir nun der Arm fast ab – leider aber nicht aufgrund der zahlreichen Tüten gefüllt mit meiner Beute, sondern da ich meinen lieben aber doch schweren 5 Kilo Dackel immer noch rum trage, da er sonst schon von mindestens 3 Kinderwägen platt gerollt wäre.

Was ein entspannter Sonntag! Ich beschließe nun diesen Stressbummel abzubrechen und mit dem reizüberfluteten Hundi das Weite zu suchen. Nach einem schönen Spaziergang im nahegelegenen Park, ab nach Hause aufs Sofa. Aber der Schal geht mir natürlich nicht aus dem Kopf – also Laptop an – meine Kleidung kann ich auch online shoppen. Drei Minuten später liegen die braunen Stiefel, der Schal und die Mütze im Warenkorb, einloggen, absenden. Warum nicht gleich so!

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